Werner Meyer, Kunsthalle Göppingen "Exhibition Statement"
für Cristina Barroso

Cristina Barroso setzt sich in ihrer Malerei mit jedweder Art von Karten auseinander. Landkarten und topografische Städtefotografien bilden in ihren Arbeiten den Untergrund für Farben und Texturen in ihrer Malerei. So entsteht eine malerische Topografie, eine eigene Bildersprache im Kontext dessen, was im Kunstdiskurs mit „mapping“ umschrieben wird. Geografische Texturen und malerische Strukturen interpretieren sich gegenseitig als Systeme und Muster. Namen und Zahlen unterstreichen die konzeptuelle Idee, die Malerei wiederum zu vermessen und mit Bedeutungen dem Bildraum Orientierungen zu geben und imaginäre Territorien zu schaffen. In den Bildern findet man das Staunen des Reisenden, das Gedächtnis der Geschichte, literarische Anspielungen und die abstrahierende, malerische Gegenwart der Künstlerin.